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Eigentümer für die DRK Kliniken Thüringen Brandenburg steht fest - Gläubigerversammlung bestätigt den Kurs des Sachwalters und der Eigenverwaltung

Am 23. April 2019 stimmten die Gläubiger der DRK gem. Krankenhausgesellschaft Thüringen Brandenburg der geplanten Übernahme durch die KMG Kliniken zu.

In den Räumen des Amtsgerichts Mühlhausen wurde im Rahmen der Gläubigerversammlung zunächst ausführlich über die Fortführung des Unternehmens in den vergangenen Monaten berichtet. Im Anschluss an die darauffolgende Erörterung stimmten sämtliche Gruppen der Gläubigerversammlung dem Insolvenzplan und somit der Fortführung des Unternehmens unter der Leitung des neuen Eigentümers KMG zu. Damit bestätigten sie den Kurs des Sachwalters Dr. Rainer Eckert sowie der Generalbevollmächtigten Dirk Schoene (Dentons), Stefan Ettelt (Kulitzscher & Ettelt Rechtsanwälte) und Christian Eckert (WMC Healthcare).

Die DRK Kliniken Thüringen Brandenburg hatten am 12. Dezember 2018 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens und Anordnung der Eigenverwaltung gestellt. Am 18. März 2019 wurde ein Vertrag zur Übernahme der DRK Kliniken mit den Standorten Luckenwalde, Sömmerda, Sondershausen und Bad Frankenhausen mit KMG unterzeichnet. Die Entscheidung wurde unter Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten -Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Gläubiger, Politik– getroffen. „Mit KMG haben wir einen Investor gefunden, der nicht nur regional verwurzelt ist, sondern auch über langjährige Klinikexpertise verfügt und die DRK Kliniken in eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft führen kann“, so Sachwalter Dr. Rainer Eckert.

„Es ist schön, dass unser mit allen Beteiligten ausgearbeitetes und abgestimmtes Sanierungskonzept so große Zustimmung gefunden hat und nun mit Annahme des Insolvenzplanes auch von den Gläubigern so gut aufgenommen wurde. Für die Zukunft der DRK Kliniken ist dies ein erfreulicher und bedeutender Schritt“, sagt Generalbevollmächtigter Christian Eckert (WMC Healthcare). „Vor allem freut es uns, dass insbesondere die engagierten Mitarbeiter nun bald wieder ruhigeren Zeiten entgegenblicken können“, fügt der Generalbevollmächtigte Dirk Schoene (Dentons) hinzu.

Einige Unternehmensbereiche werden in Teilen umstrukturiert und erweitert, dabei sollen alle Standorte in Thüringen und Brandenburg erhalten bleiben. Der Sachwalter und die Generalbevollmächtigten danken insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das außergewöhnliche Engagement in dieser besonderen und sehr herausfordernden Situation. „Wir haben in den vergangenen Wochen viele intensive Gespräche mit allen Beteiligten geführt und freuen uns, dass nun eine gute Grundlage für eine gemeinsame Zusammenarbeit mit KMG geschaffen wurde“, sagt der Generalbevollmächtige Stefan Ettelt. Viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden die Sanierungsexperten auch noch in den nächsten Monaten bei den Arbeiten im Rahmen des Verfahrens unterstützen.

Nach Rechtskraft des Insolvenzplans in voraussichtlich zwei Wochen wird am 7. Mai 2019 ein weiterer Abstimmungstermin über den Insolvenzplan der Medizinischen Versorgungszentren stattfinden. Mit der Rechtskraft von ebendiesem werden voraussichtlich bis Ende Mai alle insolvenzprozessualen Schritte abgeschlossen sein. Ende Juni 2019 sollten dann alle Voraussetzungen erfüllt sein, um das Insolvenzverfahren aufzuheben und die Kliniken vollständig in die Hände des neuen Eigentümers KMG zu geben. Bis dahin bleiben die Expertenteams noch unterstützend und beratend vor Ort.