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KSM Castings Group GmbH: Abschluss des Schutzschirmverfahrens voraussichtlich bereits Ende Dezember

Das Schutzschirmverfahren der KSM Castings Group GmbH kann voraussichtlich bereits Ende Dezember nach nur sechs Monaten erfolgreich abgeschlossen werden. Am gestrigen Donnerstag stimmte die Gläubigerversammlung dem Insolvenzplan mit großer Mehrheit zu. Damit kann das Restrukturierungskonzept wie geplant umgesetzt werden, das neben Kostensenkungsmaßnahmen auch umfangreiche Investitionen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens vorsieht. Die Gläubiger erhalten nach dem Insolvenzplan eine Insolvenzquote von 100 %.

Am 19.11.2020 konnte sich KSM mit der IG-Metall bereits auf einen Sanierungstarifvertrag einigen, der im Gegenzug zu einem Gehaltsverzicht der Mitarbeiter unter anderem Standortgarantien und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für die nächsten fünf Jahre vorsieht.

Die KSM Castings Group GmbH gehört zu den führenden Automobilzulieferern für Leichtbau-Gusskomponenten aus Aluminium und Magnesium für Fahrwerk, Getriebe und Motoren. Das Unternehmen beschäftigt rund 2.350 Mitarbeiter an fünf Produktionsstandorten in Deutschland und Tschechien. Zu den Kunden zählen Automobilhersteller und OEM-Anbieter wie Volkswagen, Daimler, BMW, ZF, Benteler und Bosch. Das Unternehmen erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von 360 Mio. Euro.

Nachdem die Gläubigerversammlung dem Sanierungsplan zugestimmt hat wird das Restrukturierungskonzept in den nächsten Monaten sukzessive wie geplant umgesetzt. Das Schutzschirmverfahren kann voraussichtlich bereits Ende Dezember mit der Aufhebung der Insolvenz erfolgreich abgeschlossen werden.

Die KSM Castings Group GmbH wurde durch die Rechtsanwälte Prof. Dr. Gerrit Hölzle und Dr. Thorsten Bieg (beide GÖRG) als CROs und unseren Gründungspartner Dr. Rainer Eckert als Sachwalter erfolgreich durch das Verfahren begleitet.