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Insolvenzantragsverfahren der Solarkiosk AG

Mit Beschluss vom 28.03.2019 hat das Amtsgericht Charlottenburg die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Solarkiosk AG angeordnet und Herrn Rechtsanwalt Dr. Rainer Eckert zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Die Solarkiosk AG hat sich auf solare Energielösungen in netzfernen Gebieten spezialisiert und ermöglicht unter anderem in den ländlichen Regionen Afrikas eine klimaneutrale und autonome Energieversorgung. Das Unternehmen hat mehr als 250 Projekte in dreizehn Ländern auf den Weg gebracht, mit denen derzeit rund fünf Millionen Menschen, vor allem in strukturschwachen Gebieten, mit solaren Produkten und Dienstleistungen versorgt werden.

Die Solarkiosk AG musste den Weg der Restrukturierung im Rahmen einer Regelinsolvenz gehen, weil eine feste Zusage eines externen Investors im letzten Moment platzte und eine Brückenfinanzierung bis zum Eintritt neuer Investoren auf die Schnelle nicht realisiert werden konnte.

Der Geschäftsbetrieb der Solarkiosk AG wird vollumfänglich aufrechterhalten. Die Löhne und Gehälter der rund 20 Mitarbeiter in Berlin sind durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit bis Ende Mai 2019 gesichert.

„So schwierig dieser Schritt für uns auch war, ist das gesamte Verfahren nun die große Chance, Solarkiosk fit für die Zukunft zu machen,“ sagt Gründer und Vorstandsvorsitzender Andreas Spiess. „Außerdem hoffen wir sehr, dass unsere Partner uns unterstützen und neue Investoren die attraktive und einzigartige Geschäftsidee hinter Solarkiosk erkennen. Daher blicke ich zuversichtlich auf die kommenden Monate.“

Solarkiosk hat einen mit vielen Preisen ausgezeichneten solarbetriebenen Kiosk („E-HUBB“) zum Einsatz in netzfernen Gebieten entwickelt und betreibt derzeit ca. 200 dieser E-HUBBs mit einem inklusiven Geschäftsmodell über eigene Tochtergesellschaften in Äthiopien, Kenia, Tansania, Ruanda und Ghana. Solarkiosk erreicht mit über die E-HUBBs vertriebenen Waren und Dienstleistungen ca. fünf Millionen Menschen in ländlichen und strukturschwachen Gebieten in Afrika und Asien. Außerdem hat die Solarkiosk AG zusammen mit Partnern ca. 50 E-HUBBs weltweit für humanitäre Einsätze, insbesondere als Krankenstation und Schule in Flüchtlingslager, sowie als solarbetriebene Einzelhandelsgeschäfte implementiert.